Sexualität und (Hör)Behinderung

Sexualität ist Lebensenergie. Es ist der Wunsch nach Nähe, Zärtlichkeit, Geborgenheit und Lust. Ein Grundbedürfnis, das alle Menschen haben. Sexualität beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod - sie verändert sich im Laufe des Lebens. Viele Faktoren beeinflussen unsere sexuelle Entwicklung und unsere Sexualität.

Menschen mit Behinderungen sind von Geburt an in allen Lebensbereichen mit Barrieren konfrontiert. Diese wirken sich in unterschiedlichem Maße auch auf die sexuelle Entwicklung eines Menschen aus. Die Barrieren behindern sexuelle Selbstbestimmung. 

Frühzeitige sexuelle Bildung ermöglicht das positive Erleben des eigenes Körpers, das Kennenlernen der eigenen sexuellen Bedürfnisse sowie der eigenen Grenzen. Wissenvermittlung, die Möglichkeit des Austausches mit anderen Menschen über Sexualität und eine positve Begleitung stärken die Persönlichkeit und Identität eines Menschen. Das wirkt sich auch präventiv in Bezug auf sexualisierte Gewalt aus. Mädchen und Frauen mit Behinderungen, vor allem gehörlose Mädchen und Frauen, sind besonders häufig von sexualisierter Gewalt betroffen.

Angebote zur sexuellen Bildung und zur Prävention sexualisierter Gewalt müssen die spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen bzw. diese Zielgruppen explizit in den Fokus nehmen und vor allem: diese auch erreichen. 

Damit das gelingen kann, sind spezifische Angebote für Menschen mit Behinderungen sowie Fortbildungsangbote zum Thema Sexualität und Behinderung auch auf den Ebenen der Mitarbeitenden und Leitenden bzw. Bezugspersonen von Menschen mit Behinderungen erforderlich. 

Meine Angebote richten sich daher an Menschen mit Behinderungen UND an deren Bezugspersonen sowie Mitarbeitende in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. 

Der Schwerpunkt meiner Arbeit - mein "Herzblut" - liegt in der Unterstützung der Menschen mit Hörbehinderung.